Erfolgsproduzentin liebt den warmen und plastischen Sound ihrer Mojave-Sammlung

Wer sich in der internationalen Studioszene bewegt und Sylvia Massy im Jahr 2019 immer noch nicht kennt, hat wohl die letzten Jahre ausschließlich in einem dunklen Keller verbracht: Tool, Johnny Cash, Prince, Tom Petty und die Red Hot Chili Peppers haben bereits die Recording- und Mixing-Dienste der US-amerikanischen Produzentin in Anspruch genommen. Es versteht sich von selbst, dass ein Engineer dieser Güte jedes gewünschte Mikrofon haben kann. Umso erstaunlicher, dass Sylvias Favoriten keine sündhaft teuren Vintage-Schätze sind, sondern die modernen Röhren- und FET-Mikrofone des kalifornischen Herstellers Mojave Audio.

Die Mojave-Sammlung von Sylvia Massy umfasst das MA-1000 Röhren-Großmembran-Kondensatormikrofon mit 5840 NOS-Röhre (new old-stock), das MA-200 Röhren-Kondensatormikrofon, das MA-100 Kleinmembran-Röhrenmikrofon sowie das MA-101fet Kleinmembraner in Solid-State-Bauweise. Wer die Mikrofone in Aktion hören möchte, kann diese auf  den demnächst erscheinenden Alben „Get The Money“ von Taylor Hawkins und „Scars“ von Life Of Agony erleben.

Overhead-Standard
„Die MA-200 sind mein Overhead-Standard. Für Life Of Agony habe ich ein Pärchen auf die Becken auf jeder Seite des Drumkits gerichtet“, gibt Sylvia Einblicke in ihre Arbeitsweise. „Die MA-200 liefern immer einen vollen, satten Sound, der niemals schroff oder spitz klingt. Zudem kam noch ein MA-1000 für die Mono-Abnahme des Raumklangs zum Einsatz. Eigentlich ist es beinahe eine Verschwendung für dieses fantastische Mikrofon – aber der Sound ist einfach unschlagbar.“

Auch für Vocal-Aufnahmen ist das MA-1000 Sylvias absoluter Favorit: „Gelegentlich kommt es vor, dass ich während einer laufenden Produktion spontan ein paar zusätzliche Gesangsspuren hinzufügen möchte. So auch beim Song ,Queen of the Clown‘ für das neue Taylor Hawkings-Album. Also habe ich ein MA-1000 aufgestellt und ein paar Backing-Vocals eingesungen.“

Voller Sound im Decca-Tree
Darüber hinaus hat sich das MA-1000 auch in deutlich komplexeren Szenarien mehr als bewährt: „Für das Big-Band-Projekt ‚Timberline Express‘ habe ich drei MA-1000 oberhalb des Dirigenten als Decca-Tree aufgestellt und die rund 20 Musiker im Raum über diesen aufgenommen. Und auch für klassische Orchester und Streichquartette kann ich das MA-1000 nur empfehlen.“

Auf die Frage, was die Mikrofone von Mojave Audio so besonders macht, weiß die Recording-Expertin eine klare Antwort: „Ich empfehle all meinen Kunden, Mojave-Mics auszuprobieren – nicht zuletzt aufgrund des herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses. Für unerfahrene Engineers wird es schwieriger, eine Aufnahme zu ruinieren, wenn man mit gutem Equipment arbeitet. Nehmen wir zum Beispiel das MA-200, das sehr an ein U67 erinnert – und das zu einem Bruchteil der Kosten.“

Reibungsloser Service
Ein weiterer, entscheidender Punkt, den insbesondere Profis wie Sylvia Massy zu schätzen wissen, ist der technische Kundensupport von Mojave Audio. „Ich arbeite bereits seit Ewigkeiten mit Mojave und habe die Mikrofone ständig im Einsatz. In all den Jahren hatte ich nur ganz selten ein Problem mit meinen Modellen.“

„Ich liebe das Retro-Design und den tollen Sound des Mojave MA-1000 – es ist wirklich unfassbar gut und aus meinen Sessions nicht mehr wegzudenken“, so Massy abschließend. „Es gibt einen verschworenen Zirkel von Mojave-Usern, zu dem ich schon seit langem gehöre. Jetzt ist es raus… Ich bin ein großer Fan.“