Manley Massacre

Der Rapper & Produzent Johnny Massacre über den Moment, der alles veränderte

Mit „Ultrasound“ landete der britische Rapper, DJ, Produzent und YouTuber Johnny Massacre einen YouTube-Hit, der bis heute auf mehr als 8 Millionen Views kommt. Die Keimzelle seines künstlerischen Schaffens befindet sich dabei keineswegs in England, sondern in einem kleinen Studio in Tokio. Befragt man Johnny nach seinen Zielen als Musiker und Produzent, erhält man folgende kryptische wie sympathische Antwort: „Ich möchte den Geist von Biggie Smalls wiederaufleben lassen.“ Um den ganz speziellen Massacre-Sound zu erzeugen, setzt der Globetrotter auf ein hybrides Setup aus unterschiedlichsten Plug-ins und wirkungsvoller Hardware, wie dem Manley SLAM! und Variable Mu.

„Ich mag es nicht, ausschließlich in einer DAW zu arbeiten“, erläutert Massacre. „Ich liebe es, Drums und Synthesizer mittels analogem Gear heftig zu bearbeiten und das Ergebnis anschließend zu sampeln. Meine Signale brauchen zunächst eine analoge Grundlage – erst dann gehe ich in die digitale Welt und produziere.“

Für Johnny spielt es dabei gar keine große Rolle, ob ein Gerät besonders vielseitig einsetzbar ist. „Das Wichtigste ist, dass es meinen Sound auf eine neue Stufe hebt und mich als Künstler und Produzent inspiriert. Es gibt schlichtweg keine Software, die es in dieser Disziplin mit den Produkten von Manley aufnehmen kann.“

Es dauerte einige Zeit, bis der experimentierfreudige Newcomer seine ideale Kombination gefunden hatte: „Ich habe unzählige Plug-ins und viel Hardware getestet, um einen ganz bestimmten Sound und eine Lautheit zu erreichen, die es mit kommerziellen Produktionen aufnehmen kann – bis ich den Variable Mu als vorderstes Glied in meiner Signalkette ausprobierte. Auf einmal hatte ich diesen kompakten, druckvollen Sound, der sich flexibel formen lässt und nahezu überall durchsetzt.“

Mittlerweile verfolgt Johnny Massacre eine einfache wie effektive Routing-Routine: „Jeder Track wandert bei mir zuerst durch den Variable Mu, dann in meinen Massive Passive und abschließend in den SLAM! Seitdem habe ich keine Probleme mehr mit zu wenig Lautheit in meinen Produktionen.“ Insbesondere der SLAM! hat es Johnny angetan: „Der SLAM! macht Signale merklich lauter. Gleichzeitig bin ich immer wieder verblüfft, wie transparent der Sound dabei bleibt. Wie um sicher zu gehen, schaue ich mir die Signale hin und wieder im Anschluss noch mal in der Wellenform-Darstellung an und kann es jedes Mal kaum glauben: Die leisen Parts werden angehoben und die lauten Parts sind nahezu unverändert. Die Tracks klingen nie verzerrt – es sei denn, man stellt bewusst verrückte Sachen mit dem SLAM! an. Es klingt einfach nur lauter und fetter, ohne Artefakte.“

Manley Massive Passive

Auch für seine regelmäßige YouTube-Show rund um Musik und Filme setzt Johnny Massacre auf den SLAM!, um seine Stimme noch präsenter zu machen. „Die meisten YouTuber machen sich nicht klar, welchen Einfluss der Sound ihrer Stimme auf das Erlebnis der Zuschauer hat. Auch dafür liebe ich meinen SLAM! Die Vorverstärker arbeiten wirklich sauber und legen die Basis für eine effektive Limitierung. Ich bin ein großer Fan der integrierten elektro-optischen Schaltung aus dem ELOP und nutze den ultraschnellen FET-Limiter, um das Maximum aus meiner Stimme herauszuholen.“

Neben seiner Karriere als Rapper und YouTuber ist das Multitalent zudem dabei, sich als Drum & Bass-Produzent einen Namen zu machen. Dabei haben es ihm insbesondere ältere Low-Fi-Tracks mit kräftigen Bässen angetan, die er mit Vorliebe durch seinen SLAM! jagt. „In den Anfängen des Drum & Bass lautete der Grundsatz: DIY (Do it Yourself). Ich liebe die Kicks und Snares aus dieser Zeit, denn sie sind überaus dynamisch, manchmal schon zu sehr, so dass sie übermäßig stark herausstechen. Wenn ich den SLAM! auf diese Tracks ansetze, passt hinterher alles perfekt zusammen. Das ist das Erstaunliche an ihm: Er kann selbst schlechte Aufnahmen in brauchbare verwandeln.“

Trotz seiner unermüdlichen Energie und Experimentierfreude ist sich Johnny bewusst, dass es stets um das richtige Maß geht: „Viele Drum & Bass-Produzenten übertreiben es mit dem Bass. Sie wollen ihn so mächtig wie möglich machen, um einen maximalen Effekt in den Clubs zu erzielen. Doch das ist ein Fehler”, weiß der noch junge Produzent aus eigener, leidvoller Erfahrung. „Mit solchen Tracks habe ich beim Mastering die größten Probleme. Glücklicherweise kann ich den SLAM! auch hier nutzen, um alles in die passende Form zu bringen. Manchmal glaube ich, der SLAM! weiß genau, was ich will und an welchen Stellen er eingreifen muss…“