Der renommierte US-Produzent hat sein neues Universalwerkzeug gefunden.

Nach einer frühen Karriere als Keyboarder in Bill Laswells Band „Material“ wechselte Michael Beinhorn die Seiten und zeichnet seitdem als Produzent für die Alben internationaler Top-Stars, wie Marilyn Manson, Hole, Soundgarden, Korn und die Red Hot Chili Peppers, verantwortlich. Immer auf der Suche nach innovativen Produktionsansätzen, setzt der US-Amerikaner dabei auf Hersteller, die eine vergleichbare Produktphilosophie vertreten. Auf diese Weise landete auch das Reference Cardioid Röhrenmikrofon von Manley in seinem Portfolio, das bis heute zu den Universalwerkzeugen Beinhorns gehört.

„Es gibt unzählige Anbieter, die Mikrofonklassiker imitieren – mal besser, mal schlechter. Ich bevorzuge jedoch Hersteller, die mit der gegebenen Technologie arbeiten und etwas komplett Neues und Eigenständiges daraus machen“, erläutert Beinhorn seine Erwartungen an herausragende Produkte. „Das Manley Reference Cardioid ist für mich keine Interpretation eines Röhrenmikrofon-Klassikers, sondern klingt, wie kein anderes Röhrenmikrofon, das ich bislang gehört habe. Es verfügt über einen ganz eigenen Klangcharakter, der jede „Toolbox“ eines Recording-Engineers erweitert.“

Erst vor kurzem verwendete Beinhorn zwei Reference Cardioid Modelle im Rahmen der Albumaufnahmen der niederländischen Band Kensington. „Die Reference Cardioids kamen an ganz unterschiedlichen Klangquellen zum Einsatz. Besonders gefallen haben sie mir an den Drums. Ich lege den Fokus dabei gerne auf das Low End und setze eigentlich immer auf ein Mikrofonset als eine Art Ambient-Array, mit dem ich so nahe wie möglich an das Kit heranrücke, um den Nahbesprechungseffekt auszukosten. Es handelt sich dabei nicht um eine Stereo-Mikrofonierung mit aufeinander abgestimmten L-R-Mikrofonen. Vielmehr geht es mir um eine interessant klingende tonale Balance. Die Manley Reference Cardioid eignen sich ideal für diese Aufgabe, denn sie schaffen es, einen bestimmten Low-End-Bereich einzufangen, den ich mit keinem anderen Mikrofon erreiche.“

Für Michael Beinhorn besitzen die Röhrenmikrofone von Manley eine unverwechselbare klangliche Färbung. „Der Klang hat einfach etwas Verführerisches und ich muss den Entwicklern mein höchstes Lob aussprechen“, so Beinhorn. „Im Vergleich zu anderen Röhrenmikrofonen kann ich mit dem Reference Cardioid bei Bedarf einen einzigartig dunklen und dichten Sound erzielen. Viele Röhrenmikrofone erzeugen ein diffuses Klangbild und übertragen die Details in sämtlichen Frequenzbereichen – nur nicht im Low End. Auf dieses Weise fehlt mir diese gewisse Dichte und Dunkelheit, die ich so liebe. Kombiniert man dann verschiedene Instrumente mit Fokus auf die tiefen Frequenzen, wie E-Bass und Bassdrum, können diese nicht ihre ganze klangliche Identität ausspielen und klingen in den Tiefen schnell verwaschen. Mit den Reference Cardioids haben Drums und Bässe wesentlich mehr Definition und lassen sich daher im Mix deutlich besser separieren und kombinieren. Das hat mich enorm beeindruckt.“

Für die Aufnahme der Gitarrenverstärker hatte Michael Beinhorn zunächst andere Mikrofone eingeplant, setzte schließlich jedoch auf das Reference Cardioid von Manley. „Der Gitarrist spielt einen kleinen Bad Cat-Combo. Wir rückten diesem mit insgesamt fünf verschiedenen Mikrofonen gleichzeitig zu Leibe, doch mir fehlte immer noch das gewisse Etwas im Low-End-Bereich. Also packte ich das Reference Cardioid auch noch dazu und es erweiterte den Gesamtsound auf perfekte Weise und ließ sich zudem problemlos mit den anderen Mikrofonspuren mischen.“

Darüber hinaus präsentierte sich das Reference Cardioid als Retter der Vocal-Sessions des Kensington-Frontmanns. „Auch bei den Vocals hatte ich von Anfang an ein anderes Mikrofon vorgesehen. Als wir jedoch einen besonders intimen und retrospektiven Song aufnahmen, merkten wir alle, dass das bisherige Mikrofon nicht das richtige Gefühl vermittelte. Es war schließlich der Sänger selbst, der vorschlug, es mit dem Reference Cardioid zu versuchen. Er hat eine ganz spezielle Stimme und das Manley hat diesen zarten Charakter so wundervoll und präsent zum Vorschein gebracht, dass alle Beteiligten im Regieraum eine Gänsehaut bekamen.“

Das Manley Reference Cardioid hat Michael Beinhorn nachhaltig beeindruckt – so sehr, dass er es immer häufiger selbst den renommiertesten Vintage-Mikrofonen vorzieht. „Ich habe in den letzten Jahren mit einigen der besten und teuersten Vintage-Mikrofone überhaupt gearbeitet. Gleichzeitig gibt es immer häufiger Aufnahmesituationen, in denen ich ohne zu zögern lieber zum Reference Cardioid greife. Es verfügt über diesen ganz speziellen, eigenständigen Klangcharakter, der sich beinahe überall wie von selbst in den Mix einfügt – ein absolut einzigartiges Mikrofon.“