Manley Labs Jake Sinclair

Der Produzent verwendet den Kompressor/Limiter für die bewusste Überkomprimierung von Signalen.

Leerlauf ist ein Fremdwort für Jake Sinclair. Der GRAMMY-nominierte Produzent, Songwriter und Multiinstrumentalist produzierte vor kurzem nicht nur die neuen Aufnahmen von Sia, Weezer und Fall Out Boy, sondern widmet sich parallel auch noch seinem eigenen Projekt Alohaha. Auf diese Weise sammelte der 31-jährige US-Amerikaner bereits eine beeindruckende Liste an Credits von Taylor Swift über Pink und Train bis zu 5 Seconds of Summer. Ganz und gar Teil der heutigen Produzentengeneration, bildet der Laptop das Zentrum von Jakes Studioumgebung – umrahmt von zahlreichen Instrumenten, einigen ausgesuchten Preamps sowie dem Manley ELOP+ Stereo-Kompressor/Limiter.

Als komplett neu aufgebaute Version des originalen Manley-Limiters aus den frühen 1990er Jahren beeindruckt der ELOP+ mit seiner sorgfältig optimierten Röhren-Eingangsstufe sowie der White-Follower-Ausgangsschaltung. Das „+“ der Neuauflage fügt dem alten ELOP einen 3:1-Kompressor für noch flexiblere Klanggestaltungsoptionen hinzu. Darüber hinaus wurde das moderne Hochspannungsschaltnetzteil speziell für die Versorgung von Röhren-basierten Geräten entwickelt und bietet somit höchste Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz.

Manley_ELOP+_front

Im Studio von Jake Sinclair arbeiten die beiden Kanäle des ELOP+ als separate Kompressoren. Während die eine Seite als abschließendes Bearbeitungsglied in Jakes Signalkette Vocals den letzten Schliff gibt, verwendet Jake den zweiten Kanal für die starke Komprimierung bei der Aufnahme von Bässen.

Obwohl Jake Sinclair durch und durch ein moderner Produzent ist, schätzt er die klanglichen Qualitäten alter Opto-Kompressoren. Im Vergleich dazu fehlt ihm bei den meisten neueren Modellen einfach das gewisse Etwas – mit Ausnahme des ELOP+. „Ich habe eine Menge Opto-Kompressoren getestet und der ELOP+ ist mit Abstand mein Favorit. Die meisten neueren Modelle ersticken das Signal ab einer Kompression von ca. 3 bis 5 dB, da ein gewisser Teil der Höhen verloren geht. Der ELOP+ arbeitet selbst im Limiter-Modus bei deaktiviertem Hochpassfilter und 5 bis 7 dB Kompression absolut klar und die Signale behalten ihren Höhenglanz“, erläutert Jake.

 

Manley_Jake_Sinclair

 

Ein wichtiger Punkt, denn er geht nicht gerade zimperlich mit seinen Signalen um. „Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von Überkomprimierung“, so Sinclair. „Es ist ein gezielter Effekt, der mir gefällt und zudem die Art und Weise beeinflusst, wie Sänger/innen vor dem Mikrofon agieren. Bei der Aufnahme stelle ich bereits den Kompressionsgrad ein, den ich auch für den finalen Mix anpeile. So kann der Künstler mit der Kompression spielen und man erhält eine komplett andere Performance.“

Für seinen Signature-Sound braucht Jake Sinclair einen transparent klingenden Kompressor. Das Resultat: luftige, lebhafte Vocals, wie man sie von zahlreichen Aufnahmen kennt. „EveAnna Manley hat den ELOP+ einmal als einen großen Lautstärkeknopf bezeichnet“, erklärt Sinclair. „Aber für mich ist er viel mehr als das. Der ELOP+ verleiht Signalen diesen typischen Kitt, den nur Röhren liefern.“

Bezeichnenderweise hat sich Jake Sinclair in den letzten Jahren von den meisten seiner Röhrengeräte getrennt – mit Ausnahme des ELOP+. „Abgesehen von einigen Mikrofonen, ist der ELOP+ die einzige Röhren-Hardware, die bei mir zum Einsatz kommt. Ich brauche keine Röhren-Preamps. Ich werde jedoch immer einen ELOP+ besitzen.“