Manley Nu Mu Ross Hogarth

Der US-Engineer zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Beta-Testern für Manley Labs.

Die Arbeitsweise des Produzenten und Engineers Ross Hogarth basiert auf einem einfachen Prinzip: Fange das Wesentliche eines Künstlers ein und überwinde dabei die Frage nach dem Genre, der Wahl der Instrumente sowie der richtigen Recording-Technologie – was zählt, ist der Song. Mit diesem Ansatz hat Hogarth in über 30 Jahren stets die Quintessenz seiner Künstler herausgearbeitet – von den sanften Stimmen eines Shawn Colvin oder Keb’ Mo bis hin zu den Hardrockern von Mötley Crüe und Van Halen. So unterschiedlich diese auch klingen mögen: Für Ross Hogarth zählt einzig und allein die Authentizität der Musik. Den gleichen Ansatz verfolgt Ross auch bei seinem Recording-Equipment. Nicht nur deshalb bezeichnet der erfahrene Engineer den Manley ELOP+ als neuen Maßstab für optische Kompressoren.

Manley Ross Hogarth

Bereits in seinen Anfangstagen als Engineer in legendären Studiokomplexen wie Rumbo Recorders und Record Plant vertraute Hogarth auf Studiotechnik von Manley Labs. Bis heute hat sich daran nichts geändert. „Damals arbeitete ich mit Jackson Browne in den Groove Masters Studios. EveAnna Manley und ihr (damaliger) Ehemann David kamen vorbei und hatten jede Menge Equipment im Gepäck“, erinnert sich Ross Hogarth. „Mit dabei war auch ein ELOP Optokompressor der ersten Generation. Ab diesem Zeitpunkt war der ELOP mein Favorit für Aufnahmen, vor allem für Vocals – von John Fogerty über Melissa Etheridge bis hin zu Ziggy Marley. Wie ein klassischer Kompressor, liefert auch der ELOP ein sattes und dichtes Klangbild. Aufgrund seiner Schnelligkeit und Klarheit wird der Klang jedoch niemals undefiniert und matschig.“

In den 1990er Jahren zog es Ross Hogarth in die Record Plant Studios nach Los Angeles. In dieser Zeit wurde die Zusammenarbeit mit Manley Labs noch enger und vertrauter. „Damals entwickelten EveAnna und ihr Team den Massive Passive und ich hatte das Glück, zahlreiche Vorabversionen für Tests zu bekommen“, erklärt Hogarth. „Ich gab ihnen jede Menge Feedback, welches dann in das Schaltungsdesign des Massive Passive einfloss – zum Beispiel zu den Frequenzpunkten und -kurven. Ich bin wirklich sehr stolz, an der Entwicklung einer derartigen Equipment-Legende beteiligt gewesen zu sein. Und klar: Der Massive Passive ist auch heute noch einer meiner absoluten Favoriten.“

 

MPSP_front

 

Kein Wunder, dass Manley auch bei der Entwicklung des neuen ELOP+ wieder auf die erfahrenen Ohren des Produzenten und Engineers vertraute. „Die Frage lautete: Wie können wir den ELOP noch besser machen? Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, aber wir waren uns einig, dass die wesentlichen Eigenschaften des ursprünglichen ELOP erhalten bleiben mussten. Über die Jahre gab es bereits einige Neuauflagen, aber für mich klingen die Geräte der ersten Generation immer noch am besten. An dieser Referenz haben wir uns für den ELOP+ orientiert“, so Hogarth zum Ausgangspunkt bei der Neuentwicklung. Nach mehreren Prototypen und einigen Detailanpassungen, beispielsweise an der Side-Chain-Frequenz und den LEDs auf der Frontplatte, war schließlich die perfekte Version gefunden: „Der finale ELOP+ trifft den Nagel auf den Knopf. Er klingt einfach fantastisch.“

Manley_ELOP+_front

„Im Vergleich zu anderen Herstellern interessieren sich die Entwickler bei Manley wirklich für die Meinung ihrer Beta-Tester. EveAnna Manley weiß, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme. Erst, wenn etwas wirklich perfekt ist, gebe ich Ruhe“, so Hogarth. Nachdem er den fertigen ELOP+ endlich in sein Rack schrauben und ausprobieren konnte, ist sein Fazit eindeutig. „Ich habe den ELOP+ zwei Monate ausgiebig verwendet und kann mitteilen, dass ich meinen originalen ELOP der ersten Generation nach über zwanzig Jahren in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt habe.“