Eric Johnson mit ATC SCM25A, FOTO: © 2014 Max Crace

Wenn man von Eric Johnson spricht, fällt automatisch der Begriff „Gitarrenlegende“: Sein Können auf den sechs Saiten hat ihm einen Grammy, diverse Grammy-Nominierungen, ein Platin-Album und einen Stammplatz auf praktisch jeder Liste zum Thema „Die besten Gitarristen aller Zeiten“ eingebracht. Häufig spielt er mit anderen Gitarrengrößen wie Chet Atkins, Steve Vai und Joe Satriani zusammen und nimmt mit ihnen auf. Für das Crossroads Guitar Festival 2004 wurde er von Eric Clapton höchstpersönlich ausgewählt. Zuletzt arbeitete Johnson mit dem Ausnahme-Jazzgitarristen Mike Stern auf dem Album ‚Eclectic‘ zusammen, das die beiden in Johnsons Studio in Austin mit Toningenieur Kelly Donnelly aufgenommen und gemischt haben. Auch wenn Johnson in erster Linie für sein herausragendes Talent als Gitarrist bekannt ist, spielt er eine ganze Reihe anderer Instrumente wie Klavier, Lapsteel und Bass ebenfalls ziemlich gut und hat auch als Sänger seine Qualitäten. Nicht zuletzt ist er ein begnadeter Songwriter und hat in den vergangenen Jahren seine Fähigkeiten als Produzent und Assistent für seine Toningenieure weiter ausgebaut. So kennt Johnson auch die typische Frustration, wenn man eine Mischung auf einem System zur Perfektion ausführt – nur um auf einer anderen Abhöre offensichtliche Fehler festzustellen. Daher machte er sich auf die Suche nach den perfekten Nahfeld-Monitoren und hat sie schließlich in einem Paar ATC SCM25A gefunden. Diese Monitore stehen für die unverblümte Wahrheit und sorgen dafür, dass Johnsons Mischungen auf jedem Lautsprecher gleichermaßen gut und ausgewogen klingen, egal ob es sich um kleine Computerlautsprecher oder eine mächtige Heimstereoanlage handelt.

Über Jahre hat sich Johnson nach und nach das perfekte Projektstudio in seinem Haus in Austin, Texas, eingerichtet und vor sechs Jahren schließlich fertiggestellt. „Ich habe mir immer einen tollen Proberaum gewünscht und da war es nur naheliegend, diesen Raum gleich zu einem Aufnahmestudio auszubauen”, erzählt er. „Ich habe mir damit Zeit gelassen, weil ich es richtig machen wollte. Ich möchte die Werkzeuge, die ich benutze, genauso schätzen lernen wie meine Gitarren. Wenn ich die richtige Gitarre finde, verbessert sie mein Gitarrenspiel. Ich werde von ihr förmlich angezogen und regelrecht befreit – und wenn sie meine Aufmerksamkeit nicht fordert, kann ich einfach nur Musik machen. Genauso ist es mit dem Studio und all‘ den Geräten und Abläufen darin. Im besten Fall treten sie in den Hintergrund und ich mache einfach Musik.“

Eric JohnsonDie Aufgaben des Toningenieurs übernimmt in Johnsons Projektstudio vornehmlich Donnelly. „Kelly und ich haben unsere Mischungen meist auf anderen Systemen gegengehört“, sagt Johnson. „Wir haben bei Mischungen, die sich im Studio perfekt angefühlt haben, häufig Überbetonungen oder Löcher festgestellt, wenn wir sie anderswo abgehört haben. Häufig hieß es: ‚Komisch, das müssen wir im Studio übersehen haben‘. Aber wenn wir dann zurück ins Studio gegangen sind, waren diese Überbetonungen und Löcher einfach nicht mehr zu hören. Es war also meist ein ziemliches Hin und Her, was uns viel Zeit, Energie und Inspiration gekostet hat. Ich habe mich – insbesondere als die Arbeit an „Eclectic“ näher rückte – intensiv auf die Suche nach einem Nahfeldsystem gemacht, das sicherstellt, dass unsere Mischungen auch außerhalb des Studios funktionieren. Verschiedene Leute, auf deren Ohren ich eine Menge gebe, erzählten mir, dass ATC die Antwort auf unser Problem hätten.“

Nach ausgiebigen Tests mit Referenzmonitoren von zahlreichen Herstellern aus der Spitzenklasse kam Johnson schließlich zu demselben Schluss. Er kaufte ein Paar ATC SCM25A, ein aktives 3-Wege-System mit einem 7″ Tieftöner. „Die ATCs machen wirklich Laune und es macht richtig Spaß, auf ihnen zu mischen“, erklärt Johnson. „Die Stereo-Abbildung ist stabil und phasentreu, der Höhenbereich klingt absolut natürlich – ohne Störgeräusche, Spitzen oder Kanten. Sie klingen immer ausgewogen, egal ob bei minimaler Lautstärke oder bei Volllast, und der Frequenzgang ist über das gesamte Spektrum ziemlich linear. Bemerkenswert finde ich auch, dass wir auf den ATCs beliebig lange mit hoher Lautstärke abhören können, ohne dass ein Ermüdungseffekt auftritt. Das Arbeiten mit den ATCs ist also wirklich großartig. Darüber hinaus klingen die Mischungen, die wir auf den ATCs gemacht haben, wirklich überall gut, sodass wir nicht immer anderweitig gegenhören müssen.“

‚Eclectic‘ wurde auf Heads Up International, einem Label für Instrumentalmusik aus der Concord Music Group, veröffentlicht und daher im Vorfeld an den mit mehreren Grammys ausgezeichneten Mastering-Ingenieur von Concord Paul Blakemore zur Bearbeitung geschickt. Blakemore selbst arbeitet seit mehreren Jahren auf ATC SCM150ASL Monitoren. „Die ATC-Monitore sind die präzisesten Lautsprecher, die ich je gehört habe, und ich kann mir nicht mehr vorstellen, mit anderen Monitoren zu arbeiten“, erklärt er. „Sie sind für jedes Musik-Genre gleichermaßen gut geeignet, was sehr ungewöhnlich ist und für die Arbeit an ‚Eclectic‘ unverzichtbar war. Wie der Name schon sagt, ist ‚Eclectic‘ wirklich eklektisch! Es reicht von Rock bis Jazz und Blues, mit etwas R&B, und allem, was dazwischen liegt. Die ATCs waren insbesondere dabei hilfreich, den Höhenbereich zu optimieren und stilübergreifend konsistent klingen zu lassen. Und genauso wichtig waren sie für den Bassbereich, um hier eine Ausgewogenheit innerhalb der Produktion und von Song zu Song sicherzustellen. Wenn ich den Klang auf den ATCs soweit habe, wie ich es mir vorstelle, kann ich sicher sein, dass er weltweit auch auf jedem anderen System funktioniert.“

Im November 2014 und im Januar und Februar 2015 stellen Johnson und Stern ihre außergewöhnliche Mixtur während einer ausgedehnten US-Tour live vor.

(Fotos: © 2014 Max Crace)