Verantwortung für den passenden Livesound liegt in den bewährten Händen von FoH-Engineer Stefan Holtz

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München, 21. Mai 2014 – Lange Jahre stand er immer wieder an der Spitze der deutschen Charts, dann wurde es ruhiger um ihn. Und jetzt ist er kraftvoll wieder da: Marius Müller-Westernhagen hat im April 2014 mit „Alphatier“ sein insgesamt 19. Studioalbum abgeliefert. Dem voraus ging eine Pre-Listening-Tour, die den Künstler das erste Mal seit Anfang seiner Karriere in kleinere Clubs und Locations mit bis zu 1.500 Zuschauern führte.
Mit dabei war FoH-Engineer Stefan Holtz, der unter anderem letztes Jahr noch mit den Toten Hosen bei ihrer legendären „Krach der Republik“-Tour unterwegs war und sowohl hier als auch bei Marius Müller-Westernhagen auf Live-Konsolen von Avid setzt. Bei den größeren Touren von Westerhagen, die Holtz auch schon seit vielen Jahren betreut, kommt eine
D-Show mit Sidecar zum Einsatz; bei der Tour in den kleineren Locations vertraute Stefan Holtz auf eine Profile Surface. „Bei Marius legt das Publikum extrem viel Wert auf laute Stimme. Dazu kam jetzt noch, dass natürlich niemand die Texte kannte, also noch mehr Sprachverständlichkeit gefordert war. Deshalb hatten wir zum Beispiel – und das ist für Clubs eher ungewöhnlich – einen Center Array aus 8 KIVAs nur für die Stimme mit dabei.“
Großer Sound in kleinen Locations
Eine Pre-Listening-Tour in Clubs für einen eigentlich großen Act bringt neben den Herausforderungen für den Sound auch logistische Schwierigkeiten mit sich: „Da wir auf der Bühne wenig Platz haben und mein Monitor-Kollege Roland Wörndl ein anderes Pult benutzt, haben wir auf Splitter und separate Stageboxen für beide Pulte verzichtet und stattdessen ein Rocknet-System für die In- und Outputs dabei gehabt“, erzählt Stefan Holtz. „Roland ist Gain-Chef, und ich bekomme am FoH einen MADI-Stream aus dem Rocknet. Da wir zum Glück fast zwei Wochen Probe mit der Band hatten, sind wir uns dann auch beim Gain einig geworden.“
Für den perfekten Livesound nutzte Holtz auch den virtuellen Soundcheck, den er schon auf anderen Touren zu schätzen gelernt hat: „Das MADI-Signal habe ich mit einer RME-MADI-Bridge für Pult und Pro Tools aufgesplittet, um die Shows zu recorden und mir für den virtuellen Soundcheck das Recording aufzulegen. Da ich keine MADI-Verbindung vom Pult zu Pro Tools habe – sie geht direkt ins Rocknet, um die Outputs für die PA zu Verfügung zu stellen – und damit die ‚assignable Channels‘ nicht nutzen kann, hatte ich noch ein 192 I/O dabei. So konnte ich die Summe und weitere Signale von externen Preamps wie Kick und Snare (Midas XL42) und Westernhagens Mikro (Avalon 737) aufnehmen.“
Das auf der Tour vorgestellt Album „Alphatier“ ist sehr puristisch aufgenommen und gemischt, darum brauchte Stefan Holtz nur sehr wenig Processing, um den Charakter auch live authentisch darzustellen. Eine ganze Reihe Kanäle hat er gar nicht bearbeitet: „Gefiltert habe ich nur über die Kanal-EQs. Außer ein paar Kompressoren in der Schlagzeugsumme, dem Bass und den Vocals, bei denen ich Waves API-2500 und LA3A Clone nutze, gibt es

nur noch einen Waves DeEsser und 3 Revibe Plugins für die Räume – alles in allem sehr DSP-sparend.“ Um den Sound abzurunden, setzte der FoH-Engineer darüber hinaus noch einen Vertigo Sound VSC-II Compressor und einen Waves MaxxBCL Limiter ein.
Sein Resümee des Setups und der Tour fällt positiv aus: „Auch wenn ich auf dieser Tour vergleichsweise wenig Plugins benutzt habe, ist die Integration in die Konsole nach wie vor unerreicht. Auch wegen der überragenden Zuverlässigkeit ist die Konsole auf jeden Fall bei der nächsten Tour wieder dabei.“