Leistung und Flexibilität des Pro64 Audio-Netzwerks für Festinstallationen und Live-Anwendungen

Im Rahmen der diesjährigen Prolight+Sound in Frankfurt präsentiert Aviom, Entwickler des leistungsfähigen A-Net® Audio-Übertragungsprotokolls, den Messebesuchern vom 6. bis 9. April an Stand J70A in Halle 8.0 sein neues multimodulares AllFrame I/O-System.

Konzipiert für Festinstallationen in Theatern, Schulen oder Tagungszentren sowie für den Tourbetrieb und mobile Live-Anwendungen, beseitigt AllFrame mehrere kosten- und wartungsintensive Stufen der Signalkette und verringert gleichzeitig den Verkabelungsaufwand. Wo bislang dut­zende analoger Verbindungen gelötet, terminiert und getestet sowie Kabelkanäle und eigene Audio­leitungen pro Signal gezogen werden mussten, benötigt AllFrame nur ein einziges Cat-5e- oder LWL-Netzwerk­kabel sowie eine Stromversorgung, welche ebenso über das Cat-5e Kabel realisiert werden kann. 

Den Kern des AllFrame I/O-Systems bildet der modulare I/O-Rahmen F6, eine viel­seitig nutzbare Netzwerkeinheit mit sechs konfigurierbaren Einschüben für I/O-Karten sowie integrier­ten Netzwerk­anschlüssen für Cat-5e- und LWL-Kabel. Der F6 kann mit passenden Audioanschlüs­sen für fast jede denkbare Situation ausgerüstet werden. Mit dem RK6 Rack-Kit lässt sich der F6 in ein auf- oder unterputz montiertes NEMA Typ 1 Standardgehäuse integrieren, wobei die Anschlüsse wahlweise front- oder rückseitig herausgeführt werden können. Zusätzliche Erweiterungen für das System bilden die beiden Montagesätze FK6 und SK6, mit denen die AllFrame I/O-Boxen in vorhandenen Boden­aussparungen installiert bzw. als Stageboxen verwendet werden können.

Das AllFrame System bietet zahlreiche Anschlussmöglichkeiten über modulare I/O-Karten. Das Mic/Line-Eingangsmodul C4m stellt vier fernsteuerbare analoge Eingänge für Mikrofon- und Line-Quel­len zur Verfügung. Die aus dem Aviom 6416 Mikrofon-Eingangsmodul bekannte Vorverstärker­schal­tung sorgt im C4m für sauberen und transparenten Klang in Archivqualität. Die Eingänge des C4m lassen sich über das Aviom MCS (Mic Control Surface), ausgewählte Yamaha® Digitalmisch­pulte oder mit Hilfe der Pro64® Network Manager™ Software fernsteuern. Das C4o Ausgangsmodul bietet vier analoge XLR-Ausgänge, deren Pegel in Schritten von 1 dB regelbar sind. Wenn die ge­samte Sig­nalkette digital realisiert werden soll, kann nun die digitale I/O-Karte C4dio mit 4×4 AES3-I/O und Word­clock-I/O eingesetzt werden. Die neue Karte sorgt für eine höhere Kanaldichte und ermög­licht bei gleichem Platzbedarf doppelt so viele Kanäle wie die vorherige 2×2 Version. Dies erhöht die Wirtschaftlichkeit und sorgt gleichzeitig für mehr Flexibilität innerhalb eines einzelnen Rahmens.

Ray Legnini, verantwortlich für Produktforschung und -entwicklung bei Aviom, erklärt: „Da das Audio­signal bereits am ersten Anschlusspunkt digitalisiert wird, reduziert sich die analoge Signal­stre­cke beim AllFrame I/O-System auf ein Minimum. So erreichen wir eine verbesserte Leistung und Fle­xi­bilität bei geringerer Komplexität und reduziertem Arbeitsaufwand.“

Alle AllFrame Komponenten unterstützen eine Verkabelung über Cat-5e, wobei die Kabellänge zwi­schen zwei Geräten bis zu 120 Meter betragen kann, ohne dass die Signalqualität beeinträchtigt wird. Bei einer Anbindung über LWL sind Kabellängen von mehr als einem Kilometer (Multimode-Faser) oder sogar im zweistelligen Kilometerbereich (Singlemode-Faser) möglich. Das AllFrame System ist mit allen Pro64 Audionetzwerk-Komponenten und den Personal Mixern der Pro16® Serie kompatibel. Da der Pro64 Auto-Modus jede beliebige Kombination aus serieller und paralleler Verkabelungs­topo­logie ohne Beeinträchtigung des Signalflusses unterstützt, können die I/O-Module flexibel genau dort positio­niert werden, wo es die jeweilige Anwendung erfordert.