Leistung und Flexibilität des Pro64 Netzwerks für I/O-Boxen, lieferbar ab Anfang 2011

 

Vor wenigen Wochen stellte Aviom, exklusiver Entwickler von A-Net®, dem leistungsfähigsten Audio-Übertragungsprotokoll der Welt, sein multimodulares AllFrame I/O-System erstmalig der Öffentlichkeit vor. Das neueste System des amerikanischen Herstellers überträgt die Leistung und Flexibilität eines digitalen Hochleistungsnetzwerks auf die klassische I/O-Box und eignet sich perfekt für Festinstallatio­nen in Theatern, Schulen oder Tagungszentren, aber auch für den Tour- und mobilen Live-Betrieb.

Durch das multimodulare AllFrame I/O-System werden mehrere kosten- und wartungsintensive Stufen der Signalkette überflüssig. Gleichzeitig verringert sich der Verkabelungsaufwand deutlich: Wo bisher dutzende analoger Verbindungen gelötet, terminiert und getestet sowie Kabelkanäle und jeweils eige­ne Audioleitungen pro Signal gezogen werden mussten, benötigt AllFrame nur ein einziges Cat-5e oder Lichtwellenleiter (LWL) Netzwerkkabel sowie eine Stromversorgung, welche ebenso über das Cat-5e Kabel realisiert werden kann. 

Den Kern des multimodularen AllFrame I/O-Systems bildet der modulare I/O-Rahmen F6, eine vielsei­tig nutzbare Netzwerkeinheit mit sechs konfigurierbaren Einschüben für I/O-Karten sowie integrierten Netzwerkanschlüssen für Cat-5e und LWL. Wie seine analogen Pendants lässt sich der F6 in ein Auf- oder Unterputz montiertes NEMA Typ 1 Standardgehäuse integrieren und mit kundenspezifischen Abdeckungen ausstatten. Mit dem optionalen RK6 Rack-Kit oder dem SK6 Stage-Kit kann der F6 in Standard-Racks montiert oder direkt auf der Bühne platziert werden.

Über modulare I/O-Karten bietet das AllFrame System zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. Das Mikro­fon/Line-Eingangsmodul C4m stellt vier fernsteuerbare analoge Eingänge für Mikrofon- und Line-Quel­len zur Verfügung. Die aus dem Aviom 6416 Mikrofon-Eingangsmodul bekannte Vorverstärker­schal­tung sorgt im C4m für sauberen und transparenten Klang in Archivqualität. Die Eingänge des C4m lassen sich über das Aviom MCS (Mic Control Surface), ausgewählte Yamaha® Digitalmisch­pulte oder mit Hilfe der Pro64® Network Manager™ Software fernsteuern. Das C4o Ausgangsmodul bietet vier analoge XLR-Ausgänge, deren Pegel in Schritten von 1 dB regelbar sind. Wenn die ge­samte Sig­nalkette digital realisiert werden soll, kommt die digitale I/O-Karte C2dio mit 2×2 AES3-I/O und Word­clock-I/O zum Einsatz.

Ray Legnini, verantwortlich für Produktforschung und -entwicklung bei Aviom, erklärt hierzu: „Da das Audiosignal bereits am ersten Anschlusspunkt digitalisiert wird, verringert sich die analoge Signal­stre­cke beim AllFrame I/O-System auf ein Minimum. So erreichen wir eine verbesserte Leistung und Fle­xi­bilität bei geringerer Komplexität und reduziertem Arbeitsaufwand. Der Anwender spart nicht nur Arbeit und Geld, sondern kann das AllFrame System auch problemlos in größere digitale Netzwerke einbinden und mit der gleichen Flexibilität und Zuverlässigkeit betreiben, die er von unserem Pro64 System gewohnt ist.“

 

Alle AllFrame Komponenten unterstützen eine Verkabelung über Cat-5e, wobei die Kabellänge zwi­schen zwei Geräten bis zu 120 Meter betragen kann, ohne dass die Signalqualität beeinträchtigt wird. Bei einer Anbindung über LWL sind Kabellängen von mehr als einem Kilometer (Multimode-Faser) oder sogar im zweistelligen Kilometerbereich (Singlemode-Faser) möglich. AllFrame ist mit allen Pro64 Audionetzwerk-Komponenten und den Personal Mixern der Pro16® Serie kompatibel. Da der Pro64 Auto-Modus jede beliebige Kombination aus serieller und paralleler Verkabelungstopologie ohne Beeinträchtigung des Signalflusses unterstützt, können die I/O-Module frei genau dort positio­niert werden, wo es die jeweilige Anwendung erfordert.

Die Erstauslieferung des multimodularen AllFrame I/O-Systems ist für das erste Quartal 2011 geplant. Informationen über das System und die verfügbaren Systemkomponenten stehen ab sofort unter http://www.aviom.com zur Verfügung.